IPL: Die richtige Anwendung

Wie wendest du IPL richtig an? Hier erfährst du alles über die richtige IPL Anwendung! So bekommst du dauerhaft die besten Ergebnisse, sprich seidig glatte Haut!

IPL Anwendung
Die IPL Anwendung kann im Kosmetiksalon oder auch zuhause durchgeführt werden. (Bild: © Depositphotos.com/ AndreyPopov)

Für wen ist IPL geeignet?

Wichtige Information vorab: Die IPL Haarentfernung funktioniert nicht bei allen Haut- und Haartypen:

  • Sie funktioniert bei hellen Hauttypen (hell bis braun), vorzugsweise mit dunkelblonden (oder dunkleren) Haaren.
  • Auf dunkelbrauner/ schwarzer Haut oder weißen/ grauen/ roten/ hellblonden Haaren funktioniert die IPL nicht oder nur schlecht.

Wende die IPL bitte auch nicht auf Leberflecken an (idealerweise lässt du diese bei dieser Gelegenheit einmal vorab beim Hautarzt checken).

Tipp: Ob dein Hauttyp für IPL geeignet ist, erfährst du in unserem Hauttyp-Rechner.

Die richtige IPL Anwendung:

Wie läuft also nun die richtige Anwendung der IPL Haarentfernung ab? Diese Anleitung trifft bei den meisten Geräten zu, schaue aber bitte vorab noch einmal in die Bedienungsanleitung deines Geräts!

Vorbereitung:

  1. Vereinbare einen Termin zum Hautcheck beim Hautarzt (der wird dir evtl. auch die Behandlung anbieten, aber das wird auf Dauer deutlich teurer als die Eigenbehandlung zuhause. Mehr zu dem Thema hier: IPL Kosten)
  2. Meide vor der Behandlung ausgiebige Sonnenbäder, Solarium oder Selbstbräuner.
  3. Falls du Depilation oder Zuckerpaste benutzt hast: warte 4-6 Wochen bis zu der Behandlung mit IPL.
  4. Falls du Enthaarungsschaum benutzt: benutze diesen 7 Tage vor der Behandlung nicht mehr.
  5. Rasiere die zu behandelnde Haut 1-2 Tage vor der IPL-Anwendung. Bei der Anwendung sollte die Haut glatt aber nicht ultrafrisch rasiert sein. Blitze auf keinen Fall die unrasierte Haut, da die Haare dann heiß werden würden und dies sehr unangenehm sein kann.

Wie findest du die richtige Blitzintensität?

Generell gilt: je heller die Haut, desto stärker darf die Intensität sein. Umgekehrt gilt damit auch: dunklere Hauttypen sollten nur mit niedriger Intensität behandeln.

Manche Geräte wie der Philips Lumea wählen die optimale Intensität durch einen Hauttonsensor automatisch aus. Dieses Feature ist jedoch vor allem im niedrigen Preissegment selten.

Wir empfehlen vor der ersten „richtigen“ Anwendung, die Verträglichkeit von IPL auf deiner Haut zu testen. Dafür blitzt du an der zu behandelnden Stelle und überprüfst nach 24 Stunden, ob sich in diesem Bereich eine Rötung oder ähnliche Unverträglichkeitsreaktion zeigt. In dem Fall solltest du die Intensität reduzieren und nochmal an einer anderen Stelle den Test wiederholen. Sollte sich dann keine Hautreaktion zeigen, kannst du mit dieser Intensität den kompletten Bereich behandeln.

Anwendung:

  1. „Blitze“ die Haut mit dem IPL-Gerät. Dies kann je nach Übung und Hautfläche (ob z.B. nur Unterarme oder ganze Beine zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden dauern).
Tipp: Markiere mit einem weißen Kajal-Stift die Bereiche, die du bereits geblitzt hast. So verlierst du nicht den Überblick und vermeidest, die gleiche Stelle doppelt zu blitzen und die Haut nicht übermäßig zu beanspruchen.

Nachbehandlung:

  1. Versorge die Haut nach dem Blitzen mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme. Diese kühlt und beruhigt die Haut. Gute Erfahrungen haben wir mit After-Shave-Cremes aus der Drogerie gemacht. Es gibt auch spezielle IPL Cremes, diese sind genau auf die Bedürfnisse einer IPL-Behandlung zugeschnitten.
  2. Warte 2 Wochen, wiederhole dann die Anwendung (1-2 Tage vorher abermals rasieren).
  3. Nach 5-6 Zyklen (also 10-12 Wochen) kannst du die Pausen vergrößern, sodass du nur noch alle 2-3 Monate blitzen musst.

Für ein dauerhaftes Ergebnis ist es wichtig, im Verlauf die regelmäßigen Anwendungen (alle 2-3 Monate) nicht zu vergessen. Üblicherweise kommen dann viel weniger und dünnere Haare wieder, sodass die Behandlung wesentlich schneller geht.

Wann sollte man IPL nicht verwenden? Gegenanzeigen von IPL:

Unter folgenden Umständen solltest du IPL nicht verwenden:

  • Hauttyp VI: Solltest du den sehr dunklen Hauttyp VI haben, solltest du IPL nicht verwenden, da du dich ansonsten dem Risiko von starken Nebenwirkungen (bis hin zu Verbrennungen) aussetzt. Auch mit dem Hauttyp V solltest du vorsichtig sein. Manche Geräte wie der Lumea Prestige ermöglichen auch eine Behandlung dieses Hauttyps, trotzdem solltest du mit sehr niedrigen Intensitäten behandeln.
  • Schwangerschaft / Stillzeit: IPL wurde nicht bei schwangeren / stillenden Frauen getestet, verzichte deshalb besser in dieser Zeit auf die Anwendung von IPL.
  • Elektronische Implantate: Solltest du elektronisch betriebene Implantate wie einen Herzschrittmacher, eine Insulinpumpe, einen Neurostimulator etc. haben, solltest du IPL nicht benutzen.
  • Bestimmte Medikamente: Solltest du derzeit oder in der vergangenen Woche Alpha-Hydroxycarbonsäure, Beta-Hydroxycarbonsäure, Isotretinoin oder Azealinsäure verwendet haben, verzichte bitte auf IPL. Das gilt auch für die Einnahme in den letzten 6 Monaten von Isotretinoin-haltigen Medikamenten wie Accutane oder Roaccutane. Bestimmte Medikamente haben als Nebenwirkung fototoxische oder fotoallergische Reaktionen; diese sollten im Beipackzettel aufgeführt werden. Solltest du also Medikamente einnehmen, die diese Nebenwirkungen aufführen, solltest du kein IPL verwenden. Solltest du regelmäßig Medikamente einnehmen, die Einfluss auf die Blutgerinnung nehmen (ASS, Phenprocoumon etc.) solltest du IPL nicht verwenden. Auch bei der Einnahme von Immunsupressiva solltest du auf IPL verzichten.
  • Strahlen- oder Chemotherapie: Solltest du in den letzten 3 Monaten Strahlen- oder Chemotherapie erhalten haben, verzichte auf IPL. Wir empfehlen sogar, mit Strahlentherapie behandelte Areale lebenslang nicht mehr mit IPL zu behandeln.
  • OP: Solltest du in den letzten Wochen an einer zu „blitzenden“ Stelle operiert worden sein, benutze dort kein IPL.
  • Erkrankungen: Bei Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus), Systemerkrankungen, Epilepsie, kongestiver Herzkrankheit, polymorpher Lichtdermatose, Lupus erythematodes, Urticaria solaris, Porphyrie, Kollagenstörungen, Hautkrankheiten, Hautkrebs oder Krampfadern (im Behandlungsgebiet) solltest du IPL nicht verwenden. Auch als Bluter/in oder unter Immunsuppression (einschließlich HIV / AIDS) sollte IPL nicht verwendet werden.
  • Hautzustand: Wenn du in der zu behandelnden Region Infektionen, Verbrennungen, entzündete Haarbälge, Schürfwunden, offene Wunden, Ekzeme oder Blutergüsse hast, verzichte bitte auf IPL. Außerdem solltest du IPL nicht anwenden auf gereizter oder sonnenverbrannter Haut. Solltest du einen Bereich behandeln wollen, der Muttermale, Sommersprossen, dunkel-pigmentierte Hautstellen, Narben, Hautanomalien oder große Venen aufweist, lasse dich auf jeden Fall vorab von einem Arzt beraten.
  • Warzen, Tattoos und Permanent-Makeup sollten ebenso nicht mit IPL behandelt werden.
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir empfehlen vor der ersten Anwendung von IPL generell die Konsultation eines Arztes.

Wenn du Fragen hast, stelle diese gerne in den Kommentaren!

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4 Gedanken zu „IPL: Die richtige Anwendung

  1. Wie sieht es bei Schildrüsenüber/Unterfunktion aus?!- darf ich mich professionell in ein Studio mit IPL behandeln lassen?!
    Danke schonmal im Voraus
    Christina

    1. Hallo Christina,

      danke für deine Frage. In deinem konkreten Fall empfehlen wir dir, dass du mit dem dich betreuenden Arzt über dieses Thema sprichst. Er kennt deine Situation am Besten und wird dich dahingehend beraten können.

      Viele Grüße

      dein Team von IPL Haarentfernung

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