IPL: Risiken

Dauerhafte Haarentfernung mit IPL: Wie sicher ist IPL?

IPL Risiken
Safety First gilt auch bei IPL (Bild: © Depositphotos.com/ CGinspiration)

Disclaimer: Dies stellt keine individuelle Gesundheitsberatung dar, sondern ist eine Zusammenfassung unserer Recherchearbeit. Bitte sprich mit deinem Arzt vor der ersten Anwendung über das Thema IPL.

Ist die Enthaarung durch Lichtimpulse gefährlich?“ Diese Frage höre ich sehr häufig, wenn jemand das erste Mal von IPL erfährt…

Es ist ja auch verständlich, denn bevor man eine neue Behandlungsmethode ausprobiert, möchte man sich ja zunächst ein genaues Bild machen und die Risiken einer Behandlung gehören genauso wie die Vorteile dazu!

Also, ist IPL gefährlich?

Ich kann dich beruhigen: die dauerhafte Haarentfernung mit IPL (nicht zu verwechseln mit der Laser-Haarentfernung) ist bei richtiger Anwendung ungefährlich!

Diese Aussage ist nicht nur so dahin gestellt, sondern wissenschaftlich untermauert. In dieser Studie über die Anwendungsmöglichkeiten von IPL und IPL Risiken wird ausgesagt:

[…] such [IPL] devices can be used safely and effectively for the cosmetic treatment of […] unwanted hair.

Es ist also wissenschaftlich gesichert, dass IPL eine sichere und wirksame Behandlung darstellt.

Wie bei allem kommt es aber natürlich auf die korrekte Anwendung an! Denn falsch angewendet, können unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es bei IPL?

IPL Nebenwirkungen können auftreten bei falscher oder übermäßiger Anwendung: Wenn du das Gerät falsch einsetzt (z.B. auf sehr dunkler Haut oder auf Leberflecken) oder es mit der Anwendung übertreibst (mehrmals blitzen auf höchster Intensität oder zu häufige Anwendung) kann es zu Nebenwirkungen der Behandlung kommen.

Ein hilfreiches Feature, das die Sicherheit diesbezüglich erhöht ist der Hauttonsensor, z.B. beim Philips Lumea: Dieser wählt die für deinen Hautton ideale Blitzintensität aus, denn je nach Körperregion ist diese verschieden.

Was kann bei falscher Anwendung passieren? Bei falscher Anwendung kann es zu Rötungen, Pigmentänderungen (also einer dunkle oder helle Verfärbung der Haut), Haarbalgentzündungen, Krusten- oder Blasenbildung kommen. Das passiert aber nur, wenn du das Gerät falsch anwendest.

Also lies bitte neben unseren Anwendungsempfehlungen vor der ersten Behandlung auch die Bedienungsanleitung, denn nicht jedes Gerät ist gleich.

Wenn du den Anwendungsempfehlungen und der Bedienungsanleitung folgst, sind die Risiken sehr gering.

Während der Anwendung sollte ein angenehmes Wärmegefühl und maximal ein leichtes Ziepen auftreten. Sollten richtige Schmerzen auftreten ist das ein Anzeichen für eine falsche Anwendung! Bitte überprüfe dann, dass du den Anwendungsempfehlungen korrekt gefolgt bist (rasierte Haare, passender Hauttyp, keine Anwendung auf Leberflecken etc.).

Ein Hinweis noch: solltest du unter einer Hautkrankheit (z.B. Neurodermitis) leiden, solltest du vor der Anwendung von IPL deinen Hautarzt aufsuchen und dich beraten lassen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass IPL bei richtiger Anwendung sehr begrenzte Risiken hat.

Ist der Langzeitgebrauch von IPL sicher für meine Haut?

IPL wird seit ca. 20 Jahren für medizinische und kosmetische Zwecke genutzt. In diesem Zeitraum sind bei richtiger Anwendung keine ernsthaften Nebenwirkungen aufgetreten. Auch in der Wissenschaft wird das Verfahren als sicher eingestuft (siehe oben). Also sind auch im Langzeitgebrauch keine IPL Nebenwirkungen zu erwarten.

Kann IPL Krebs verursachen?

Fälschlicherweise wird manchmal verbreitet, dass IPL krebserregend sei, dies ist jedoch falsch. IPL nutzt Licht aus einem Spektrum, das z.B. im Vergleich zu Laser wesentlich energieärmer ist. So zählt IPL zu einem sicheren Verfahren, was auch die o.g. Studie bescheinigt.

Zu beachten ist, dass IPL auf sehr dunkler Haut oder auf Leberflecken zu einer Zell-Schädigung führen kann, was wiederum zu Zellveränderungen führen kann. So ist insbesondere bei bereits veränderten Muttermalen ein Risiko gegeben, dass diese sich weiter verändern. Deswegen soll IPL auch nicht auf dunkler Haut oder auf Leberflecken angewendet werden!

Deswegen empfehlen wir jedem Erstanwender einen Hautcheck beim Dermatologen (Hautarzt). Bei langfristiger Anwendung empfehlen wir auch die regulären Hautchecks durchführen zu lassen (alle 2 Jahre und ab dem 35. Lebensjahr kostenlos, manche Krankenkassen wie AOK oder TK übernehmen auch früher die Untersuchungskosten).

So bist du langfristig auf der sicheren Seite und minimierst auch dieses (zumindest theoretische) Risiko auf ein minimales Level.

Ist bei der Behandlung ein Schutz der Augen nötig?

Wir empfehlen eine IPL-Schutzbrille, da die hellen Blitze auch indirekt durch die Haut die Augen reizen können. So beugst du trockenen und gereizten Augen vor. Mehr zu diesem Thema findest du hier: Brauche ich eine IPL-Brille?

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3 Gedanken zu „IPL: Risiken

  1. Guten Tag, vielen Dank für diesen Bericht! Ich war vorher unsicher wegen möglicher Risiken…. Denn die Hersteller schreiben auf ihren Seiten nicht viel dazu… Danke dafür!! lg

  2. „Dummerweise“ ist die zitierte Studie keine über IPL-Risiken, sondern eine über den aktuellen Stand der Technik und die möglichen Anwendungsfälle. Sie erwähnt zwar auch Risiken, jedich eher mit dem Hintergrund „Wie soll(te) man mit diesen Risiken umgehen?“ und nicht als kritische Auseinandersetzung in der Art „Sind die Risiken tragbar, wenn man sich eben nicht gegen sie schüttten kann?“.
    Welche Grundaussage erwartet man von solch einer Studie, vor allem, wenn sie, wie im vorliegenden Fall, von jemandem durchgeführt wird, der sein Geld u.a. mit der Anwendung von IPL verdient?

    Insofern ist die zitierte Studie keine „wissenschaftliche Untermauerung“ der Aussage des hier veröffentlichten Artikels.

    1. Hallo Erika,

      danke für dein Feedback bezüglich unseres Artikels.

      Du hast Recht, dass der Schwerpunkt der Studie auf den Anwendungsmöglichkeiten von IPL liegt.

      Nichtsdestotrotz wird eingehend auf die Anwendung von IPL zur Haarentfernung und die Risiken der Technik eingegangen. Um nicht zu verwirren, haben wir dies in der Beschreibung der Studie ergänzt.

      Weiterhin sehen wir es nicht als Problem, dass ein Dermatologe die Studie verfasst hat. Vor Veröffentlichung werden Studien eingehend von unabhängigen Experten geprüft. Wir gehen also davon aus, dass die Ergebnisse valide sind.

      Viele Grüße

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